



2.500 Besucher beim Kongress "Eine Schule für Alle"
Der Kongress „Eine Schule für Alle" ist auf große Resonanz gestoßen. Insgesamt mehr als 2500 Besucher informierten sich vom 16. bis 18. November 2007 an der Universität zu Köln über Schulen, in denen jedes Kind willkommen ist. Trotz des Bahnstreiks reisten vor allem Familien mit behinderten Kindern aus dem gesamten Bundesgebiet nach Köln, um die Integration ihrer Kinder in die allgemeinen Schulen zu fordern und Kontakt zu anderen betroffenen Eltern zu knüpfen.
Der Fachkongress mit rund 350 Teilnehmern stimmte mehrheitlich für eine Resolution, in der der Bundestag aufgefordert wird, die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen zügig und ohne Einschränkungen zu ratifizieren. Die Bundesländer werden aufgefordert, ihre Schulsysteme zu einem inklusiven (alle Menschen einbeziehenden) Bildungssystem umzubauen, wie die UN-Konvention es verlangt.
Für Nordrhein-Westfalen stellte sich das Bündnis „Eine Schule für alle in NRW" vor, das im ganzen Land mit dem Ziel eines Volksbegehrens für die Abschaffung des gegliederten Schulsystems mobilisiert.
Die Veranstalter vom Elternverein mittendrin e.V. werten den Kongress als großen Erfolg und als ersten Schritt zu einer neuen bundesweiten Bewegung für die Integration der behinderten Kinder in die allgemeinen Schulen und für das Ende des viergliedrigen Schulsystems - dessen Sinn Beobachtern und Experten aus anderen europäischen und außereuropäischen Ländern schon lange nicht mehr zu vermitteln ist.
Mittendrin e.V. fordert die Politik zum Abschluss des Kongresses „Eine Schule für Alle" auf,
- den Eltern behinderter Kinder das unbedingte Recht auf die Wahl der Schulform für ihre Kinder zu garantieren.
- einen sofortigen Bau- und Umbaustopp für Sonderschulen zu beschließen.
- die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen zügig und ohne Einschränkungen zu ratifizieren.
Am Veranstaltungsort Köln hat der Kongress „Eine Schule für Alle" schon jetzt ein Umdenken in Politik und Verwaltung erreicht. Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, die Plätze im „Gemeinsamen Unterricht" bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Die Schuldezernentin der Stadt Köln, Dr. Agnes Klein, kündigte vor Beginn des Kongresses an, den „Schulentwicklungsplan Förderschulen", der in seiner jetzigen Form die Aussonderung von mehr als 90 Prozent der behinderten Kinder aus dem allgemeinen Schulsystem bis ins Jahr 2020 zementierte, zurückzunehmen und einen neuen Schulentwicklungsplan auszuarbeiten.














