

Was passiert im integrativen Grundschulunterricht mit Schülern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung?
Berücksichtigt man die Besuchszahlen der Förderschulen, ist das Schulsystem in Deutschland vom Beginn der Grundschulzeit an selektiv. Integrativer Unterricht wird vor diesem Hintergrund als ein Beitrag zum längeren gemeinsamen Unterricht aller Schüler und damit auch zur Chancengleichheit interpretiert. Im Rahmen des Forschungsprojekts emotionale und soziale Entwicklung/Qualitätsentwicklung, das von Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz (TU Berlin) und Prof. Dr. Karl-Heinz Arnold (Universität Hildesheim) geleitet wurde, wurde daher unter anderem der Frage nachgegangen, ob integrative Förderung von Schülern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in der Grundschule erfolgreich ist, wie die Lehrkräfte ihren Unterricht an besondere Bedürfnisse dieser Schüler anpassen und wie die Schüler sich unter unterschiedlichen Bedingungen verhalten. In diesem Seminar werden anhand von konkreten Beispielen Ergebnisse aus diesem Forschungsprojekt vorgestellt. Diese weisen insgesamt darauf hin, dass ein Unterricht mit binnendifferenzierten Aufgabenstellungen, die Kooperation erfordern, und mit freundlichen und zugewandten, aber auch aufmerksamen, klaren und konsequenten Lehrkräften günstig ist.









