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kobinet-nachrichten 02.10.2007 - 09:02
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Starkes Interesse für mittendrin-Kongress

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Berlin (kobinet) Der Kölner Kongress über eine Schule für alle ist fast ausgebucht. Mehr als 300 Pädagogen und Mitarbeiter von Schulverwaltungen wie auch Politiker und andere Interessierte haben sich für den Fachkongress am 16. und 17. November an der Universität Köln angemeldet.

"In unsere Gesellschaft rufen wir immer wieder dazu auf, Kinder mit Behinderungen nicht auszugrenzen. Dies muss auch für die Schule gelten", so Heide Simonis, Vorsitzende von UNICEF Deutschland, auf der Webseite der Veranstalter. Eine "Schule für alle" helfe den Beteiligten auf beiden Seiten, wichtige Erfahrungen zu sammeln und das Miteinander zu fördern. Sie sei davon überzeugt, dass dieser Weg in jeder Hinsicht erfolgreich ist.

Teilnehmer aus allen Bundesländern wollen sich über die Chancen inklusiver (alle Kinder einbeziehender) Schulen und die Praxis der Integration behinderter Kinder in die Regelschulen informieren (kobinet 14.6.07). Auf einer Podiumsdiskussion "Menschenrecht auf Integration: auch in der Schule!" sollen sich am 18. November verantwortliche Politiker der Diskussion stellen.

Die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte behinderter Menschen verlangt von allen Staaten ein inklusives Bildungssystem. Deutschland ist heute mit einer Sonderschulquote von 87 Prozent von der Verwirklichung dieses Menschenrechts weit entfernt. Zur Diskussion in Köln sind unter anderen eingeladen der Menschenrechtskommissar des Europarates, Thomas Hammarberg, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, der Präsident der Kultusministerkonferenz, Jürgen Zöllner, und der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers. sch


 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Wilfried Furian schrieb am 02.10.2007, 12:27

Wo bleiben die Eltern ?

Ich weiß ja nicht, ob kobinet diesen Text zu verantworten hat, das wäre schade, denn es fällt auf, dass Eltern mal wieder nicht vorkommen. Geht es mal wieder so zu, dass sich "Fachleute" über die Köpfe der Betroffenen hinweg unterhalten ?
Da ist von verantwortlichen Politikern die Rede, die sich auf einer Podiumsdiskussion der Diskussion stelle; da wird von den Politikern gesprochen die eingeladen sind; da steht, dass sich mehr als 300 Pädagogen und Mitarbeiter von Schulverwaltungen wie auch Politiker und andere Interessierte zu dem Fachkongress angemeldet haben; und die Eltern ?
Zur Erinnerung:
Eltern waren es, die vor vielen Jahren die Diskussion über Integration erst in Gang gebracht haben. Eltern waren es, die unter schwierigsten Bedingungen, angefeindet von Behörden und Verwaltungen, diffamiert als Leute die die Behinderung ihrer Kinder nicht akzeptiert haben, durchgekämpft haben, dass man in Kultusministerien und Schulbehörden überhaupt erst mal anfing sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Und nun ? Wo bleiben die Eltern ?
Sicher werden auch Eltern an dem Kongress teilnehmen, das ist nicht die Frage. Aber welcher Stellenwert wir ihnen beigemessen ? Ist das Thema inzwischen vielleicht so interessant geworden, dass man sich damit profilieren kann ?
Ich denke es wird Zeit, dass sich Eltern wieder stärker zu Wort melden.

Eva-Maria Thoms schrieb am 02.10.2007, 13:40

zur Zielgruppen-Frage

Lieber Wilfried Furian,

Wo die Eltern sind? Der Kongress "Eine Schule für Alle" wird von Eltern organisiert! Eltern hatten die Idee, diesen Kongress zu machen, sie stellen das Programm zusammen, sie organisieren das Geld für die ganze Sause, sie laden ein, besuchen Politiker, machen die Öffentlichkeitsarbeit.
Zielgruppe des Fachkongresses (Freitag/Samstag) sind zugegeben vorwiegend die "Fachleute". Denn wer, wenn nicht wir, soll ihnen vermitteln, dass Inklusion keine Zumutung, sondern DIE Chance für bessere Schulen ist?
Im Öffentlichen Teil des Kongresses (Samstag/Sonntag) werden vermutlich wieder die Eltern in der Mehrheit sein - und die fordern dann von den Politikern konkrete Aussagen, wie Deutschland zügig zu einem inklusiven Bildungssystem kommt. Machen Sie mit?
Herzliche Grüße
Eva-Maria Thoms

Luis Zubizarreta schrieb am 02.10.2007, 15:10

DANKE!

Liebe Frau Eva Maria Toms,danke für die Klarstellung und dafür, dass dieser Kongress von Ihnen und anderen Eltern mit organisiert worden ist.Ich denke ,es ist eine gute Sache.Alles Gute für den 16 und 17 Nowember und auch für die Zeit danach!

Wilfried Furian schrieb am 02.10.2007, 16:51

Wunderbar

Liebe Frau Thoms,
ich habe nicht daran gezweifelt, dass Eltern daran beteiligt sind. Mir ist im Prinzip auch bekannt, dass Eltern das organisieren. Mein Leserbrief hatte sicherlich auch einen etwas provozierenden Charakter. Ich finde es aber immer wieder ärgerlich, wenn Eltern in so einer Berichterstattung unterschlagen werden. Weil sie die eigentlichen Fachleute für ihre Kinder sind, müssen sie auch besonders genannt werden. Es wäre doch kein Problem gewesen zu melden, dass dieser Kongress eben von Eltern organisiert wird.
Was meine Teilnahme betrifft, war ich leider ziemlich unentschlossen weil 160 Euro ja nun mal eine Menge Geld sind und fahrt aus Süddeutschland und Übernachtung ja noch hinzukommen. Trotzdem war ich sehr stark am überlegen. Habe jetzt aber leider die Vermutung das der Kongress ausgebucht ist.
Ich denke, dass man Informationen bekommen wird und ich wünsche von ganzem Hherzen, dass dieser Kongress ein voller Erfolg wird.
Mit solidarischen Grüßen
Wilfried Furian

Cordula Müller schrieb am 29.10.2007, 16:30

Hoffentlich weckt der Kongress Bornheim auf

Hallo an Alle, die da noch meinen, Integration sei nicht möglich. Muss denn immer das Kind schuld sein, dass die Integration nicht klappt. Seit unser Sohn den GU besucht, ist er zu hause ein stolzes Kind, das endlich in eine Schule darf, die nicht abgesperrt ist.Das er Verhaltensprobleme in der Schule hat, liegt bestimmt auch daran, dass er das einzige Kind mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in seiner Schule ist. Ich hoffe, dass wir (Lehrer und Eltern ) zusammen aus ihm ein fröhliches Kind machen, das in der Zukunft nicht danach beurteilt wird, ob es das Klassenziel erreichen kann, sondern danach, ob es sich in der Gesellschaft zurecht finden kann. Das kann nur geschehen, wenn keiner aufgibt und wenn Austausch stattfindet, mit denen, die Erfahrung in der Integration haben. Nicht das Kind-unser Kind soll integrierbar gemacht werden, sondern seine Umwelt soll ihm Integration möglich machen. Bornheim, wach auf !Du darfst nicht länger zögern, auch eine weiterführende integrative Schule anzubieten. Leute meldet Euch, wenn Ihr auch wollt, dass Eure Kinder mit Handicap nicht nur auf den Spielplätzen der Sonderschulen zu finden sind, sondern mitten unter ALLEN KINDERN, denn was ist denn schon normal????? e-mail colomueller@web. de

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