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kobinet-nachrichten
16.11.2007 - 15:33
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Köln (kobinet) Mit dieser Forderung wurde heute
der bis zum Sonntag dauernde Kongress "Eine Schule für Alle" an der
Universität zu Köln eröffnet.
Zunächst vermittelt bis Samstag Mittag der Fachkongress mit rund
350 Teilnehmern, wie die Schulen in Deutschland zu Schulen für alle
Kinder werden können. Von Samstag 15 Uhr an wirbt der Öffentliche
Kongress mit einem umfangreichen Programm von
Informationsveranstaltungen, Kultur und Kinderprogramm für die
Integration der behinderten Kinder in die allgemeinen Schulen.
Leitbild des Kongresses "Eine Schule für Alle" ist die Schule, in
der jedes Kind willkommen ist und kein Kind beschämt wird. An Stelle
des "Lernens im Gleichschritt" tritt die individuelle Förderung jedes
Schülers. Die Kinder in Deutschland sollen in Zukunft von früh auf den
Umgang mit anderen Kindern unterschiedlicher Herkunft und Begabung mit
oder ohne Behinderung lernen. Sie sollen in einer Umgebung aufwachsen,
die Vielfalt als Bereicherung und Chance wertet. Dabei sollen keinerlei
Abstriche bei der sonderpädagogischen Förderung gemacht werden. Anstatt
behinderte Kinder täglich kilometerweit zur Förderschule zu fahren,
kommt die Förderung in der Schule für Alle zum Kind. Denn: Alles, was
eine "Förderschule" kann, kann eine allgemeine Schule auch - wenn sie
entsprechend ausgestattet ist, so die Veranstalter des Kongresses.
"Seit 30 Jahren kämpfen Eltern in Deutschland für die Integration
behinderter Kinder in die allgemeinen Schulen. In den meisten
Bundesländern ist jedoch die Integration über einige Leuchttumprojekte
nicht hinaus gekommen. Bis heute müssen in Deutschland 87 Prozent der
behinderten Kinder in Sonderschulen gehen. Damit sind wir in Sachen
Integration Schlusslicht in Europa. Der Kampf der Eltern für
Integration war oft frustrierend", so die Veranstalter weiter. Der
Kongress "Eine Schule für Alle" werde jedoch zeigen: Keiner dieser
Kämpfe war vergebens. Die "Schule für Alle" sei kein Minderheitenthema
mehr. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, in Hamburg und selbst
in Nordrhein-Westfalen werde das Sortieren der Kinder in
Leistungs-Schubladen in Frage gestellt. Die "Schule für Alle"
entwickele sich zu einer breiten Bewegung für bessere Schulen, zeigten
sich der Veranstalter zu Beginn des Kongresses optimistisch. omp
Wilfried Furian schrieb am 16.11.2007, 21:15
Leider kann ich aus verschiedenen Gründen an dem Kongress nicht teilnehmen.
Ich hoffe aber, dass dieser Kongress ein voller Erfolg wird und
dazu beiträgt, dass wir dem Ziel, eine Schule für alle Kinder in einer
repressinonsfreien Schule ei n Stück näher kommen.
Ich wünsche dem Kongress auch im Namen der
Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg Gemeinsam leben - Gemeinsam
lernen, gutes gelingen
Luis Zubizarreta schrieb am 17.11.2007, 12:52
Nach
nun mehr als 30 Jahren reiche Begegnung mit Kindern,die immer noch als
Geistigbehinderte von unseren Schulenprofis in NRW diskriminiert
werden,bin ich der Meinung,dass diese falsche Etikettierung auch eine
Barriere für die schulische Integration bedeutet.Diese Bezeichnung ist
nicht eine neutrale Festlegung ,sie beinhaltet viel mehr eine Abwertung
des Kindes,sie zerstört die Individualität des Kindes noch bevor es in
die Schule kommt.Das Recht auf einen angemessenen NAMEN ist ein
Bürgerrecht und auch natürlich ein KINDERRECHT und SCHÜLERRECHT! Dem
Kongress wünsche ich Erfolg!
Luis Zubizarreta ,Schulleiter a.D.
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