Öffentlicher Tag

Kongress 2010

Eine Schule für Alle. Vielfalt leben!

Öffentlicher Tag, Sonntag 14. März 2010

Universität zu Köln, Hauptgebäude und Philosophikum

Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

 

Kongress-Telefon (0151) 18 111 44 3

 

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen des Öffentlichen Tages.


Kostenlose Kinderbetreuung von 10 bis 17 Uhr


Kostenlose Rechtsberatung für Familien, die für ihre Kinder schulische Integration wollen

 

Programm

 

... in der Übersicht: Sonntag

 

10:00
Wie Schule (hoch) begabte Kinder fördern kann Prof. Christian Fischer Nicht nur Kinder mit Lernschwierigkeiten haben es an deutschen Schulen schwer. Auch die besonders schnellen Schüler kommen im Unterricht meistens zu kurz. Begabungsforscher Prof. Christian Fischer beschreibt, wie Schule sich ändern muss, um begabten Kindern gerecht zu werden. Philosophikum S 56

 

10:00
Grenzenlos gemeinsam. Auch - grade! - warum nicht? am Gymnasium Prof. Jutta Schöler, Hauptgebäude Aula

 

10:00 "School is open". Ein Schul(gründungs)konzept für eine freie, demokratische und inklusive Schule, die ähnlich der Laborschule Bielefeld sowohl Schule, als auch Forschungsstelle für die LehrerInnenbildung ist. Jonas Thiele/ Uni Köln. Philosophikum S 58

 

10:00
Vom Zauber des Loslassens Ilse Furian. Wie wir unsere erwachsenen behinderten Kinder in die Welt schicken können - begleiten und loslassen... und was dann passiert. Philosophikum S 63

 

10:00
Zusammen lernen - Kinder mit geistiger Behinderung und Kinder mit Hochbegabung Monika Wallbrecht, Grundschule Pannesheide/ Herzogenrath. Ein Plädoyer für die inklusive Schule von Klasse 1 bis 13 Die Bedeutung der Integration für alle Kinder. Beispiele aus der Praxis wie auch „gute" Schülerinnen und Schüler von der Integration profitieren. Oder: was Kinder mit Hochbegabung von Kindern mit Einschränkungen lernen. Philosophikum S 65

 

10:00
Wie aus einer Sonderschule eine Schule für alle wird Wilfried Steinert, Waldhofschule Templin. Eine Schule für geistig Behinderte in Brandenburg macht vor, wie Förderschulen in die Mitte der Gesellschaft rücken können. Sie nimmt seit einigen Jahren auch nicht behinderte Kinder auf und hat sich zur sehr gefragten Regionalschule entwickelt. Philosophikum H 80

 

11:00
Inklusion: Schul-Politik und Schul-Pädagogik für alle Kinder Otto Herz: Was ist die wichtigste Aufgabe der Schule? - Lernen, mit ALLEN zusammen zu leben. Wie nur kann ich das Zusammenleben mit ALLEN lernen? Wenn auch ALLE DA SIND! Darum ist es - längst - das Gebot der politischen Stunde in schul-struktureller Hinsicht: EINE Schule für ALLE! - Und was heißt das in schul-kultureller Hinsicht: eine Schule der VIELFALT in der GEMEINSAMKEIT! Hauptgebäude Aula

 

11:00 Inklusion mit Qualität. Sibylle Hausmanns/Claudia Tietz. Das olympische Prinzip „Dabei sein ist alles" reicht uns nicht mehr. Vielmehr muss im Prozess der Umsetzung inklusiver Bildung Qualität von Anfang an mitgedacht werden. Welche Anforderungen sind an wen zu stellen? Wie kann Qualität entwickelt und evaluiert werden? Wie können wir solchen Forderungen Nachdruck verleihen? Dieser Fragen gehen wir nach. Philosophikum S 57

11:00
Gelingende Inklusion - Praxisbeispiel Südtirol Dr. Rosa Anna Ferdigg, ehem. Leiterin der Dienstelle für Unterstützung und Beratung, Deutsches Schulamt, Bozen: Italien kennt keine Sonderschulen. Dr. Ferdigg berichtet aus der Praxis der gemeinsamen Schule für alle Kinder in Südtirol. Philosophikum S 56

 

11:00
"Die Geschichte vom Speziellen Kind" Doro May: Romanlesung Erzählt wird aus der Perspektive einer Mutter, die ein schwerst mehrfach-behindertes, eben ein Spezielles Kind bekommt. Schritt für Schritt muss sie lernen, sich von der Vorstellung eines "normalen" Mutter-Kind-Verhältnisses zu verabschieden. Dabei durchläuft sie einen Prozess, der vom ersten Schock über euphorische Hoffnung und diverse Rückschläge zu einer einigermaßen ausgeglichenen, in sich ruhenden Beziehung führt. Der Leser bekommt Einblick in das Leben mit einem behinderten Kind - in Forschungsergebnisse und generelle ethische und soziale Betrachtungen ebenso wie in die unmittelbaren Gefühle der Mutter. Deren Darstellungen sind oft drastisch, manchmal geradezu skurril, aber gerade deswegen authentisch und anrührend. Philosophikum S 63.

 

11:00
"It´s fun to learn English". Ein Englisch-Lernprogramm für Menschen mit Lernschwierigkeiten, Tobias Wolf: Ohne Kenntnisse der englischen Sprache kommt man heute nur noch schlecht zurecht. Mit dem richtigen Lernprogramm fällt das Lernen der fremden Sprache leicht. Philosophikum S 65

 

11:00
Wer ist denn zuständig? Vom Umgang mit Behörden bei der Suche nach einem Platz im Gemeinsamen Unterricht
Harry Brabeck, Peter May: Die Referenten erklären an praktischen Beispielen, wie Eltern bürokratische Hindernisse für ihre Kinder überwinden können. Philosophikum S 67

 

11:00
„Schulabschluss mit Down-Syndrom?" Bildungskarrieren von Kindern mit Down-Syndrom, Christel Manske Um ein neues Verständnis vom Downsyndrom zu entwickeln, ist einParadigmenwechsel notwendig. Solange die Diagnose lautet: "geistige Behinderung bei Trisomie 21" gilt die geistige Behinderung als eine
biologische Tatsache. Wenn aber die Diagnose lautet: "Entwicklungsverzögerung bei depressiver Reaktionsbildung", ist die geistige Behinderung ein biopsychosoziales Problem, das mit der Perspektive erforscht werden kann, den Kindern einen Schulabschluss zu ermöglichen. Philosophikum H 80

 

11:00
Schulgründerworkshop "Von der Idee einer Schule bis zum Tag an dem die Kinder das Gebäude erobern" Hartmut Dziedo, Petra Aubart Pädagogische, rechtliche und finanzielle Vorraussetzungen für das Gelingen einer inklusiven Ersatzschule. Kurzvortrag, Diskussion und Fragerunde über Rahmenbedingungen, Netzwerke, Visionen und die Menschen im Gründungsprozess mit den SchulgründerInnen Petra Aubart und Hartmut Dziedo von der Aktiven Schule Köln. Philosophikum S 58


11:00 Unabhängige Beratung - Visionen - Ideen zur Umsetzung - konkrete Schritte Sybille Hausmanns (BAG Gemeinsam leben - gemeinsam lernen), Brigitte Flicker (LAG Baden-Würtemberg) und Wolfgang Blaschke (mittendrin e.V.) Die gängige Praxis der Beratung von Eltern darüber, wo ihr Kind am besten gefördert wird macht deutlich, dass ein unabhängiges Beratungsangebot dringend erforderlich ist. Eine unabhängige Beratung wird bisher weitgehend ehrenamtlich geleistet. Diese ehrenamtliche Arbeit braucht professionelle Unterstützung, wenn sie den Anforderungen weiterhin gewachsen sein will. Philosophikum S 57

 

12:00
Die Null zum Anfassen Prof. André Zimpel Für Menschen mit Lernschwierigkeiten ist der übliche Rechen-Unterricht oft viel zu abstrakt. Prof. Zimpel hat Methoden entwickelt, wie man das Rechnen trotzdem in den Kopf bekommt. Philosophikum H 80

 

12:30 Uta Kumar/ Michael Baumeister, NRW-Bündnis "Eine Schule für alle": Eine Schule für alle" - Gemeinsam lernen von der 1. bis zur 10. Klasse. Was ist zu tun um das Bildungssystem in NRW im Sinne der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen um zu gestalten? Hauptgebäude Aula

 

13:30
„Was die Politik jetzt tun muss" Prof. Ulf Preuss-Lausitz Alle Kinder, auch die mit Beeinträchtigungen und mit Belastungen beim Aufwachsen, müssen nicht nur in der Grundschule, sondern auch in der Sekundarstufe einen lernwirksamen und sozial integrativen Unterricht, partizipatives Schulleben und zukunftsfähiges Lernen erfahren können. Dazu braucht es andere rechtliche Rahmenbedingen, eine bessere und klügere Ausstattung innerhalb und um die Einzelschulen, inklusionsfördernde Finanzansätze, die Abkehr von innerschulischen Selektionsmaßnahmen und mehr Individualisierung bis hin zu den Abschlüssen. Das dient alle Kindern, auch denen mit günstigen Lebensumständen. Um dies zu erreichen, ist die Landes-, aber auch die Kommunalpolitik gefordert. Konkrete Vorschläge zur Umsetzung werden zur Diskussion gestellt. Hauptgebäude Aula

 

14:30
Welche Verpflichtungen ergeben sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention? Dr, Valentin Aichele, Deutsches Institut für Menschenrechte, Hauptgebäude Aula

 

15:00

Der Weg Nordrhein-Westfalens zu einem inklusiven Bildungssystem
Podiumsdiskussion
mit Jürgen Hollstein (CDU), Ute Schäfer (SPD), Sigrid Beer (Grüne), Yvonne Gebauer (FDP), Bärbel Beuermann (Linke), Dr. Valentin Aichele, Deutsches Institut für Menschenrechte, Bernd Kochanek, Vorsitzender der LAG Gemeinsam leben - gemeinsam lernen NRW
Moderation: Christian Füller, taz, Hauptgebäude Aula