
Höchste Zeit für bessere Schulen
Dass Schulen besser sein können, wissen Pädagogen schon lange. Der Kongress „Eine Schule für Alle" trägt die Diskussion um bessere Schulen aus den wissenschaftlichen Fachkreisen in die Öffentlichkeit. Dabei geht es nicht um Lernstandserhebungen und zentrale Prüfungen. Es geht um die Schule, die kein Kind zurücklässt - und kein Kind beschämt.
Begabte Kinder brauchen individuelle Förderung, um ihre Talente zu entwickeln. Viele Migrantenkinder brauchen Unterstützung, die Sprache besser zu lernen - und das Gefühl, willkommen zu sein. Sozial benachteiligte Kinder brauchen Zuwendung, um Spaß am Lernen zu entwickeln. Behinderte Kinder wollen zusammen mit den anderen Kindern lernen. Denn wie sollen sie sich nach einer Schulzeit abseits der Gesellschaft plötzlich in diese integrieren können?
Schulen, die mit guten Abschlussnoten glänzen, indem sie alle Kinder aussortieren, die langsamer oder anders lernen, sind schlechte Schulen. Gute Schulen dagegen nehmen jedes Kind mit und geben ihm durch individuelle Förderung die besten Entwicklungschancen.
Der Kongress „Eine Schule für Alle" will über die inklusive Schule informieren und Überzeugungsarbeit leisten: bei Lehrern, Eltern, Politikern und der Öffentlichkeit.
Der Fachkongress informiert Pädagogen über praktische Erfahrungen der inklusiven Schulen und über moderne Unterrichtsmethoden, die die individuelle Förderung unterschiedlich begabter Kinder möglich machen.
Der Öffentliche Kongress informiert die Eltern von behinderten Kindern über ihr Recht auf Integration - und über Möglichkeiten, dieses Recht zu bekommen. Er klärt die Eltern von nicht behinderten Kindern und die Öffentlichkeit darüber auf, warum die inklusive Schule die bessere Schule für alle Kinder ist.
Der Kongress „Eine Schule für Alle" wird vom 16. bis 18. November in Köln alle zusammen führen: Die Wissenschaftler aus den Elfenbeintürmen, die Politiker aus den Raumschiffen von Berlin über Düsseldorf bis anderswo, die Praktiker aus den Schulen, die Eltern, die Medien und die Öffentlichkeit. Damit Bildungspolitik eine Politik für bessere Schulen wird.









