Nachrichten aus der Poltik

Archiv der Zukunft-Kongress 2008: Herausforderungen

Das Netzwerk "Archiv der Zukunft" lädt für den 2. bis 5. Oktober 2008 zum zweiten Kongress an den Bodensee ein: Titel der Veranstaltung ist "Herausforderungen". Wir sind guter Hoffnung, dass in diesem Jahr auch beim Netzwerk Archiv der Zukunft viel über Inklusion gesprochen wird.

mehr

Wissenschaftler gegen Aussonderung

30 Jahre lang hat ihr Expertenrat die politische Ignoranz gegenüber der Aussonderung behinderter Menschen nicht überwinden können. Jetzt wollen Deutschlands Integrationsforscher selbst politisch aktiv werden. Am 21. Februar ist in Bad Boll der Verein "Politik gegen Aussonderung - BAG für Integration und Inklusion" gegründet worden. Zur Vorsitzenden wurde die Pädagogin Prof. Irmtraud Schnell gewählt. Link

UN-Konvention: Jetzt wird am Text gefummelt

Deutschland tut sich schwer mit der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen. Unterschrieben ist sie, aber ratifiziert noch nicht. Und das liegt vor allem an der Forderung nach einem "inklusiven Bildungssystem" (inclusive education system): Das deutsche Sonderschulwesen ist mit Artikel 24 der UN-Konvention nicht vereinbar. Um es zu retten, ist nun seit Monaten an der Übersetzung herumgefummelt worden. Letztlich hat Deutschland in der gemeinsamen Übersetzungsgruppe mit Österreich, Liechtenstein und der Schweiz durchgesetzt, dass "inclusive education system" mit "Integratives Schulsystem" übersetzt wurde. Vermutlich werden wir demnächst erleben, wie kreativ Kultusminister werden können, wenn es gilt, das deutsche Schulwesen mit seinen Sonderschulen als "integrativ" zu werten. Dennoch sollte jetzt mit Nachdruck die schnelle und vollständige Ratifizierung der UN-Konvention gefordert werden.

mehr

UN-Konvention: Rheinland-Pfalz geht voran

Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat am 24. Januar als erstes Bundesland die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen akzeptiert und einen Antrag auf schnelle und vollständige Ratifizierung beschlossen. Lesen Sie mehr bei kobinet

Kinderschutzbund fordert Schule für Alle

Der Deutsche Kinderschutzbund und der Verein mittendrin/Kongress Eine Schule für Alle haben am 12. November im Rahmen der Landespressekonferenz NRW ein integratives Bildungssystem und einen sofortigen Stopp der Ausgrenzung von Kindern gefordert. Es muss endlich Schluss sein mit dem Aussortieren von Kindern in Sonderschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien, um endlichChancengleichheit in der Bildung für alle Kinder in NRW zu erreichen.

mehr

Bundesverwaltungsgericht entscheidet für Integration

Das Recht auf schulische Integration haben behinderte Kinder in Deutschland schon seit Jahren. Allerdings unter Kostenvorbehalt. In der Praxis ist dieser Kostenvorbehalt regelmäßig der Hebel, mit dem Integration verweigert und die behinderten Kinder zwangsweise den Sonderschulen zugewiesen werden. Schulträger und Landesschulministerien weigern sich, Sonderpädagogen in die allgemeinen Schulen zu schicken, Sozialämter verweigern Eingliederungshilfen, wie zum Beispiel Schulbegleiter. Jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht diese Praxis als rechtswidrig beurteilt. Lesen Sie hier das Urteil.

mehr

Gehörlose gegen "Spar-Integration"

Der Gehörlosen-Bund hat in einer Stellungnahme klargestellt, dass Gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern diesen Namen nur verdient, wenn die Qualität stimmt. An der Förderung der behinderten Kinder dürfen im Vergleich zur Sonderschule keine Abstriche gemacht werden. Für Gehörlose besteht der Verband zusätzlich darauf, dass die Einbindung der Kinder in soziale Netze von Gehörlosen und in die Gehörlosen-Kultur gewährleistet sein müssen. Link

Helfen Sie Frau Schavan!

Die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen ist im Bundesbildungsministerium unbekannt. Dies hat die "tageszeitung" herausgefunden. Wir meinen: Helfen Sie Frau Schavan und schicken Sie ihr den Text der Konvention - hier zum Herunterladen!

mehr

Verdienstorden für Kampf um inklusive Bildung

Martina Buchschuster wird am 4. September von Bundespräsident Horst Köhler den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten - für ihren Einsatz für inklusive Bildung.

mehr

Kongress Berlin

Am 11./12. Juni fand in Berlin die Europäische Konferenz für die Integration behinderter Menschen statt. Vor dem Hintergrund der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen wurde über die Bereiche Bildung, Arbeitsmarkt und Barrierefreiheit diskutiert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (bmas) lud dazu hochrangige Vertreter aus Politik, Administration, Wissenschaft sowie Vertreter der Sozialpartner und der Zivilgesellschaft - u.a. mittendrin e.V. - nach Berlin ein. Link

Eltern fordern inklusive Bildung

Am 30. März dieses Jahres hat die Bundesrepublik Deutschland die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen unterzeichnet. Das freut uns. Doch mit der Unterschrift allein ist es nicht getan. In Artikel 24 der Konvention ist ein Recht auf inklusive Bildung verankert. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - gemeinsam lernen fordert in einem offenen Brief an Bundesbildungsministerin Annette Schavan, dieses Recht in Deutschland zu realisieren.

mehr

Blauer Brief von der UN

Die Aufregung war groß, als der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Vernor Munoz, am 1. März 2007 seinen Bericht über Deutschland vorlegte. Vor dem Menschenrechtsrat in Genf bekam die Bundesrepublik Deutschland bescheinigt, dass ihr Bildungssystem die Aussonderung von Kindern aus sozial schwachen und aus Migrantenkindern sowie von behinderten Kindern befördere. In keinem anderen Industrieland ist der Zusammenhang zwischen sozialem Status und Bildungsabschluss so deutlich wie hierzulande.

mehr

UN betont Recht auf schulische Integration

Am 21. März 2007 hat der UN-Sonderberichterstatter Vernor Munoz auf der Sitzung der UN-Menschenrechtskommission in Genf das Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland kritisiert. Zentraler Kritikpunkt: Das mehrgliedrige Schulsystem wirke aussondernd auf Kinder aus sozial schwachen und aus Einwanderungsfamilien, und auf behinderte Kinder. Gleichzeitig mit dem Bericht über Deutschland stellte Munoz den Report über das Recht auf Bildung für behinderte Menschen vor. Darin wird von dem Mitgliedsstaaten der UN gefordert, behinderte Kinder in das allgemeine Schulwesen einzubeziehen. PDF

UNESCO fordert die schulische Integration seit 1994

Die UNESCO-Weltkonferenz „Pädagogik für besondere Bedürfnisse" machte die schulische Integration behinderter Kinder schon 1994 zum Ziel der Weltgemeinschaft. Link

Vor 34 Jahren: Deutscher Bildungsrat empfiehlt schulische Integration

Von der Brandt-Regierung eingesetzt, legte eine Kommission von Bildungsexperten 1973 eine Reihe von Vorschlägen für die Reform des Bildungswesens in der Bundesrepublik Deutschland vor. Auch damals ging es unter anderem schon darum, sozial Schwächeren bessere Bildungschancen zu eröffnen. Für die behinderten Kinder empfahl der Deutsche Bildungsrat, sie in die allgemeinen Schulen zu integrieren und ihnen dort die zusätzliche Förderung zu geben, die sie brauchen. Die Bilanz der schulischen Integration nach mehr als dreißig Jahren ist ernüchternd. Link

Kuba ist schneller

Der karibische Inselstaat Kuba hat in diesem Monat als fünftes Land die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen ratifiziert. Die Konvention verpflichtet die Staaten in Artikel 24 zu einem inklusiven (alle Menschen einbeziehenden) Schulsystem. mehr bei Kobinet