SoVD fordert Aktionsprogramm für inklusive Bildung

10. März 2009. Der Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland SoVD, Adolf Bauer, hat heute in Berlin ein nationales Aktionsprogramm für inklusive Bildung eingefordert: "Deutschland muss sich von seinem Sonderweg verabschieden. Die allgemeinen Schulstrukturen müssen so verändert werden, dass lernbehinderte und behinderte Kinder nicht ausgegrenzt, sondern von Anfang an einbezogen werde", sagte Bauer. Der SoVD fordert von Bund und Ländern ein verbindliches Aktionsprogramm für inklusive Bildung, das konkrete Schritte zur Umsetzung und einen verbindlichen Zeitplan enthält. Die Behindertenverbände seien hierbei einzubeziehen.

Als notwendige Einzelmaßnahmen fordert der SoVD u. a. den Vorrang der gemeinsamen Beschulung behinderter und nicht behinderter Kinder in allen Landesschulgesetzen. Das Wahlrecht der Eltern, d. h. ihr verbindlicher Rechtsanspruch auf die Aufnahme ihres lernbehinderten oder behinderten Kindes an einer allgemeinen Schule muss gesetzlich festgeschrieben werden. Die Bundesländer müssen verbindliche Ziele für die schrittweise Erhöhung des Inklusionsgrades festlegen.

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