Uneingeschränktes Recht auf Integration: Jetzt!

Berlin, 29. Januar 2009. Am Rande der Fachtagung "alle inklusive" im Bundesarbeitsministerium haben mehrere Spitzenverbände die Bundesregierung aufgefordert, die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen auch in den Ländern durchzusetzen.

Einige Länder zeigen sich unwillig, die Sonderschulen und Förderschulen abzubauen und Kinder mit Behinderungen künftig in den Regelschulen zu unterrichten.
Das Bündnis, an dem neben der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer u.a. der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Betroffenenverbände Deutscher Behindertenrat, Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - gemeinsam lernen und Initiative Selbstbestimmt Leben sowie die Gewerkschaft GEW Teil nehmen, schreiben in ihrem Manifest "Inklusive Bildung - Jetzt!":

"Der Bund hat die Einhaltung der Konventionen vor der Völkerrechtsgemeinschaft zu vertreten. Der übliche Verweis auf die Zuständigkeit des jeweils anderen ist unzulässig, denn an deutschen Schulen bestehen Zustände fort, die den Konventionen
eklatant widersprechen."

Das Bündnis fordert ein Ende der Zwangsüberweisungen an Sonder- und Förderschulen. Jedes Kind habe einen Anspruch auf Aufnahme in die allgemeine Schule. Jedem Kind müsse die notwendige individuelle Unterstützung an seiner Schule zur Verfügung gestellt werden.
"Vor diesem Hintergrund dürfen Schulstrukturfragen kein Tabuthema mehr sein."

Die rund 300 Teilnehmer der Fachtagung "alle inklusive" forderten die Bundesregierung auf, die Investitionsmittel aus dem zweiten Konjunkturprogramm für die Barrierefreiheit der Schulen einzusetzen.

Die Teilnehmer waren einig, dass mit Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen nun in allen Bundesländern ohne Zeitverzug das uneingeschränkte Recht jedes Kindes mit Behinderung auf den Besuch der wohnortnahen Regelschule umgesetzt werden muss. Lesen Sie mehr über die Konferenz bei kobinet.

Unterschriftenliste zum Manifest "Inklusive Bildung . Jetzt!"

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