
NRW: Köln bekommt Inklusionsplan
23.3.2010. Als erstes Parlament in Nordrhein-Westfalen hat der Rat der Stadt Köln heute beschlossen, dass die Stadt einen Inklusionsplan für die Schulen aufstellen wird. Der Beschluss, von SPD und Bündnis 90/Die Grünen eingebracht, wurde einstimmig gefasst.
Darin bekräftigt die Stadt ihre Absicht, dass in Kölner Schulen künftig länger gemeinsam gelernt werden soll. Die Verwaltung wurde beauftragt, im Rahmen der Schulentwicklungsplanung einen "Inklusionsplan" für gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung aufzustellen. Zur Erarbeitung dieses Plans sollen auch Vertreter der Zivilgesellschaft hinzugezogen werden. Währenddessen soll der Gemeinsame Unterricht in Grundschulen und Sekundarschulen weiter ausgebaut werden.
Schon zuvor hatte der Rat eine neue Schulbauleitlinie beschlossen, nach der alle künftigen Schulbauten die Anforderungen an inklusive Schulen zu erfüllen haben.
Der Rat rief die Landesregierung NRW auf, zügig die gesetzlichen Änderungen zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung durchzuführen und ein gemeinsames Vorgehen mit den Kommunen zu vereinbaren.
Der Rat reagierte damit offenbar auch auf einen seit Anfang Dezember vorliegenden Bürgerantrag Kölner Eltern, der es bisher noch nicht auf die Tagesordnungen des Rates und seiner Ausschüsse geschafft hat. In diesem Antrag wird u.a. ebenfalls ein Inklusionsplan für die Kölner Schulen gefordert. Wir freuen uns, dass die Kölner Politiker sich das Ziel eines inklusiven Bildungssystems zu Eigen gemacht haben.














