
Wissenschaft
Wissenswertes aus der Forschung
Zweifel am Erfolg der Förderschule Lernen
Der Hamburger Pädagoge Prof. Hans Wocken hat in einer Vergleichsstudie über Lernbehinderten-Schulen in Brandenburg, Niedersachsen und Hamburg Zweifel an den Lehrerfolgen dieses Schultyps angemeldet. Stattdessen fand er Hinweise, dass die Kinder umso schlechtere Lernerfolge zeigten, desto länger sie an der Förderschule waren. Link
Integration ist nicht teurer als das Förderschulsystem
Wenn behinderten Kindern verweigert wird, zusammen mit nicht behinderten Kindern in die Schule zu gehen, ist das Argument meistens: Es ist zu teuer. Die Kommunen geben an, sich die Einrichtung weiterer Integrationsplätze nicht leisten zu können. Dass die angeblich zu teure Integration ein Vorurteil ist, hat Prof. Ulf Preuß-Lausitz von der TU Berlin schon mehrfach nachgewiesen. Link
Taugen Förderzentren zur Inklusion?
10.11.2009. Einen hellsichtigen Blick auf die Debatte um die "Kompetenzzentren sonderpädagogischer Förderung" in NRW wirft ein Artikel, den Prof. Hans Wocken vor fünf Jahren veröffentlicht hat. Wocken hat untersucht, ob die Umwandlung von Sonderschulen in sogenannte Förderzentren ein möglicher Weg zur Integration von Kindern mit Behinderung in allgemeine Schulen ist. Lesen Sie selbst.
UN-Konvention garantiert Individualrecht
Dezember 2009. Immer wieder wird derzeit betont: Die UN-Behindertenrechtskonvention lege das inklusive Bildungssystem nur als Staatenverpflichtung fest - und da könne die Umsetzung dauern. Dass auch einzelne Menschen mit der Konvention auf Integration ins Bildungssystem klagen könnten, bestreiten Politiker und viele Juristen. Wird die aktuelle Schülergeneration also von der UN-Konvention im Stich gelassen?
mehrRecht haben und Recht bekommen
Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Bundesrepublik Deutschland, ein inklusives Bildungssystem aufzubauen. Das kann dauern, angesichts der Mauern in den Köpfen unserer Schulpolitiker. Doch lassen sich aus der Konvention schon jetzt einklagbare Rechte auf Integration in der Schule herleiten? Einerseits nicht, meinen die Frankfurter Anwälte der internationalen Kanzlei Latham und Watkins. Doch das "Andererseits" ist lesenswert.
mehrRechtsgutachten: Die UN-Konvention verändert die deutsche Schulpolitik
Noch haben Bundestag und Bundesrat die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen noch nicht ratifiziert. Klar ist jedoch: Die Konvention wird die deutsche Schulpolitik verändern. An welchen Punkten die Bildungspolitik und die Schulgesetze der Länder den Vorgaben der Konvention für ein inklusives Bildungssystem nicht entsprechen, haben die Rechtsexperten Prof. Dr. Ralf Poscher, Dr. Thomas Langer und Dr. Johannes Rux in einem Gutachten für die Gewerkschaft GEW untersucht.
mehrAn den Kindern kann´s nicht liegen...
Warum kann Hamburg seine E-Schüler zu hundert Prozent in den Regelschulen unterrichten, während das benachbarte Niedersachsen sie zu 95% in Sonderschulen steckt? Warum integriert wiederum Hamburg nur 7 Prozent der "lernbehinderten" Schüler, wenn Bremen das für 60 Prozent schafft? Und warum müssen in Bayern 95 Prozent aller hörgeschädigten in die Sonderschulen fahren, während in Schleswig-Holstein mehr als die Hälfte integriert zur Schule geht? Die Unterschiede, wie die deutschen Bundesländer mit ihren behinderten Schülerinnen und Schülern umgehen, lassen sich weder fachlich noch pädagogisch erklären. Vielmehr bietet der Vergleich der Schulstatistiken ein Bild der Willkür. Dr. Irmtraud Schnell von der Uni Frankfurt stellt fest: An den Kindern kann´s nicht liegen. Link
Bremen: Fahrplan zur Integration
Die Bremer Bildungssenatorin hat bei den Professoren Klaus Klemm und Ulf Preuss-Lausitz ein Gutachten bestellt, ob es sinnvoll und möglich ist, die sonderpädagogische Förderung im Stadtstaat Bremen in ein integratives Schulsystem zu überführen. Das jetzt fertig gestellte Gutachten ist der Ansatz für einen Fahrplan zur Integration, der auch auf andere Bundesländer anwendbar ist.
mehrWarum macht Integration schlau?
Professor Gerald Hüther hat auf dem Kongress "Eine Schule für Alle" anhand von Erkenntnissen aus der Hirnforschung nachgewiesen, warum Integration schlau macht, und zwar alle Kinder: Unser Gehirn braucht Anregungen, um sich zu entwickeln. Je größer die Vielfalt von Informationen und Anregungen, desto komplexer entwickelt sich der Denkapparat. Für die Schule heißt das: je unterschiedlicher die Kinder in einer Klasse, desto schlauer wird jedes Einzelne.
mehrWenn der Schonraum zur Falle wird
Daseinsberechtigung des Förderschulsystems ist die These, dass behinderte Kinder besser gefördert werden können, wenn ihnen ein Schonraum eingerichtet wird. In diesem Schonraum sollen sie - ohne sich täglich am Leistungsvermögen der nicht behinderten Mitschüler messen zu müssen - im Rahmen ihres Potenzials lernen können. Nur so, heißt es, können sie ein positives Selbstkonzept entwickeln - als Voraussetzung für die Integration in die Gesellschaft.
mehrVoll peacy? Integration aus Schülersicht
Die Angst der Lehrer vor der Integration behinderter Kinder in ihre Klassen ist oft die Angst vor den Reaktionen der nicht-behinderten Kinder. Wie werden die Schüler auf die "anderen" Kinder reagieren? Werden Konflikte auftauchen? Kommt auf die Lehrer nun auch noch die Aufgabe zu, die behinderten Kinder vor Mobbing zu schützen? Ines Boban hat den schulischen Alltag in der Integration aus Schülersicht untersucht. Link
Integration für Schulleiter
Es ist eine Illusion zu glauben, eine Schule würde durch die Aufnahme einiger behinderter Kinder zur integrativen oder inklusiven Schule. Soll Integration gelingen, muss sich mehr an den Schulen ändern. Dabei kommen wichtige Aufgaben auf die Schulleitungen zu. Prof. Jutta Schöler fasst Ergebnisse ihrer langjährigen Forschungsarbeit zusammen. Link
Wenn das Denken die Richtung ändert
Die Integration von behinderten Kindern findet eigentlich jeder prima. Doch spätestens, wenn geistig behinderte oder schwer behinderte Kinder integriert werden sollen, können sich die meisten Menschen in Deutschland einfach nicht vorstellen, wie das in der Schule funktionieren soll. Prof. Jutta Schöler beschreibt, welche Bilder in unseren Köpfen uns die Inklusion undenkbar machen - und durch welche wir sie ersetzen können. Link












